Hobbit Presse Autorenwoche | Book Walk trifft Patrick Rothfuss

Am heutigen Tag der Autorenwoche dürft ihr 5 Gründe lesen, warum ihr die Königsmörderchroniken lesen solltet! Der liebe Philip vom Blog Book Walk ist ein sehr großer Patrick Rothfuss Fan und hat ihn daher auch für diese Woche als Patenautor gewählt. Wir sind sehr gespannt, welche Gründe er sich ausgedacht hat.

 

1. Verfilmung als TV Serie von Lin-Manuel Miranda

Viele große (Fantasy-)Romane finden aktuell den Weg in die Kinos oder auf den heimischen Bildschirm. Spätestens seit dem riesigen Erfolg von Der Herr der Ringe vor beinahe 20 Jahren nimm alles seinen Anfang und es folgen viele qualitativ sehr hochwertige Kino- und TV Adaptionen. Das absolute Vorzeigeprodukt in der Serienlandschaft ist Game of Thrones, welches auf der Romanvorlage Das Lied von Eis und Feuer von George R. R. Martin basiert und viele TV Sender haben es versucht, eine ähnlich erfolgreiche TV Adaption auf die Beine zu stellen. So folgten beispielsweise The Shannara Chronicles nach Terry Brooks oder Outlander nach Diana Gabaldon und in naher Zukunft soll sowohl eine Herr der Ringe TV Serie als auch eine Serie zu Patrick Rothfuss’ Königsmörder-Chroniken folgen.

Niemand geringeres als Showtime zusammen mit Lionsgate haben sich die Rechte für die TV Adaption gesichert und mit Lin-Manuel Miranda, welcher u.a. am Disney Film Vaiana mitgewirkt hat und vor allem auch hauptverantwortlich für das vielfach ausgezeichnete Hamilton Musical ist, einen Mann von Weltrang für die Adaption engagiert. Miranda selbst ist ein großer Fan der Romanvorlage und versteht sich zudem auf die Musik, welche in der Romanreihe von Patrick Rothfuss von großer Bedeutung ist.

Diese Passion zum Roman seitens Miranda gepaart mit der Finanzkraft der Filmstudios lassen darauf hoffen, dass der atemberaubend geniale Lesestoff, der in Die Königsmörder-Chroniken geboten wird, in einer angemessenen und hochqualitativen Adaption den Weg auf die heimische Leinwand findet und dem großen Erfolg von Game of Thrones nicht zu fürchten braucht, vielleicht sogar überflügeln kann.

©BookWalk

2. Noch nicht abgeschlossen und doch vollendet

Die Königsmörder Chroniken des US-amerikanischen Autoren Patrick Rothfuss gehören bereits jetzt zum besten, was die Fantasyszene in den letzten Jahren, wenn nicht sogar aller Zeiten, hervorgebracht hat und das, obwohl die Reihe noch nicht abgeschlossen ist. Gerade einmal zwei Bände, im deutschen wurde Band zwei in zwei Bände (Die Furcht des Weisen 1 und 2) aufgeteilt, womit wir hierzulande 3 Bücher haben, sind bisher erschienen und dennoch haben wir eine hochkomplexe, abwechslungsreiche und toll durchdachte Welt kennengelernt, von welcher wir unbedingt mehr in Erfahrung bringen möchten. Die Romanreihe ist auf drei Teile ausgelegt, wenn man zumindest der zur Verfügung stehenden Zeit des Chronisten (insgesamt drei Tage) glauben schenken kann, denn jeder Roman repräsentiert die Niederschrift, die der Chronist an einem Tag zu Papier bringen kann.

Doch es ist nichtsdestotrotz natürlich nicht ausgeschlossen, dass wir weit über die Erzählungen des Chronisten hinausgehend weitere Abenteuer erleben, schließlich ist der Protagonist der Geschichte zum Zeitpunkt der Erzählung noch keine 30 Jahre alt. Dementsprechend könnten den Leser noch viele weitere Abenteuer an der Seite von Kvothe erwarten. Und selbst, wenn wir nur noch ein einziges Werk aus dieser Welt zu erwarten haben, so können wir uns ungemein auf die Fortsetzung freuen und gespannt dem Erscheinungstermin entgegenfiebern. Das Warten wird sich mit Sicherheit lohnen! In der Zwischenzeit können wir uns aber getrost auf die bisherigen Werke stürzen und diese zum ersten oder zum wiederholten Mal lesen und genießen, da sie in ihrer jetzigen Form bereits perfekt sind!

©BookWalk

3. Einzigartig detaillierte Welt

Die von Patrick Rothfuss in den Königsmörder-Chroniken erdachte Welt strotzt nur so vor liebevollen Details, die mit ihrer Gesamtheit eine formvollendete, stimmige Welt kreieren, in der man sich, mit ein paar fiesen Ausnahmen, jederzeit sehr gerne aufhalten möchte. Dies beginnt bereits bei der so liebevoll gestalteten Karte mit all ihren kleinen Details, an denen man sich gar nicht satt sehen kann. Doch bei diesem komplexen Weltenbau ist bei der Karte noch lange nicht Schluss.

Patrick Rothfuss hat nicht nur einen eigenen Kalender entwickelt, welcher sich an unserem orientiert aber dennoch gänzlich verschieden ist und je nach Monat und Tag auch Auswirkungen auf das Verhalten der Charaktere in der Geschichte hat. Darüber hinaus gibt es verschiedene Währungen, Münzen, Umrechnungen und Wertigkeiten, die so durchdacht sind, dass man sogar an solchen Details seine Freude hat und förmlich mit dem Protagonisten mitleidet, wenn er nahezu mit nichts startet und dadurch auch den Umgang mit Geld lernt. Dadurch wird auch dem Leser ein guter Umgang mit Geld vermittelt. Eine wie ich finde sehr vorbildliche Herangehensweise.

Ein weiterer Aspekt sind die unterschiedlichen Herrschafts- und Regierungsformen, die stark nach den einzelnen Regionen variieren und somit auch Auswirkungen auf das Reisen, den Handel und vieles weitere haben kann.

Dies sind noch lange nicht alle Aspekte, die diese Welt so lebendig und abwechslungsreich gestalten, denn die Romane von Patrick Rothfuss bieten noch so viel mehr. Es ist einfach überwältigend, mit wie viel Liebe zum Detail der Autor an diese Reihe herangetreten ist und es durch seine ausschweifende Art der Erzählung es geschafft hat, eine erfundene Welt wirklich erscheinen zu lassen.!

©BookWalk

4. Die Liebe zur Musik

Wir lernen bereits früh in der Geschichte Der Name des Windes den noch kindlichen Protagonisten Kvothe kennen, welcher zusammen mit seinen Eltern und seiner Truppe als Edema Ruh durch die Lande zieht. Die Edema Ruh sind ein wanderndes Volk, welches sich vor allem durch seine musikalischen und schauspielerischen Künste hervorgetan hat und stets die Geldbörsen der Städte füllt, obwohl sie nicht immer willkommen sind. Durch diese kindliche Prägung hat Kvothe schon sehr früh die musikalischen Künste zu schätzen und zu lieben gelernt und weiß sie nicht nur zu genießen, sondern gleichwohl auch perfekt zu praktizieren. Dabei erweist er sich als besonders begabt mit der Laute und perfektioniert während seinen Reisen das Lautenspiel und kommt sogar, den tragischen Umständen geschuldet, mit viel weniger Saiten aus, als man eigentlich einem Lautenspieler je zugetraut hätte.

Doch obwohl Kvothe im weiteren Verlauf der Handlung sich vor allem auf die Wissenschaft während seines Studiums an der Universität konzentriert, so hat er der Musik nie abgeschworen, auch wenn die Künste im Ansinnen vieler Wissenschaftler nicht immer hoch angesehen sind, was im Umkehrschluss aber auch aus der anderen Sichtweise, aus der Perspektive der Künstler, ähnlich erscheint.

Diesen Vorurteilen zum Trotz praktiziert Kvothe tagsüber das Studium, während er sich an den Abenden vor allem mit der Musik beschäftigt und sich als talentierter und nahezu allseits beliebter Musiker im Eolian einen Namen gemacht hat.

Dabei gelingt es dem Autor Patrick Rothfuss, Kvothes Leidenschaft zur Musik in so gekonnter Art und Weise auf das Papier zu bannen, dass man diese Passion regelrecht fühlen kann. Man baut während des Lebens eine innige Beziehung zur Musik, dem Eolian und Kvothe auf, dass man sich wünscht, einmal wirklich bei einem der zahlreichen Auftritte des noch jungen Protagonisten dabei sein zu können. So viel Liebe zur Kunst, so ein großer Detailreichtum und so ein Umfang der Musik innerhalb einer Geschichte ist bisher einmalig und dabei so lesenswert, dass man hofft, noch ganz viel davon in Zukunft zu lesen zu bekommen!

©BookWalk

5. Außerordentliche Protagonisten und Erzählweise

Die Königsmörder Chronik von Patrick Rothfuss glänzt an so vielen Ecken und Enden, dass man es als Leser kaum für möglich halten mag, dass die Reihe noch weitere positive Aspekte vorzuweisen hat. Aber man wird schnell eines besseren belehrt, denn eine der allergrößten Vorzüge dieser Reihe sind die zum einen die große Anzahl an vielschichtigen, detailliert ausgearbeiteten Protagonisten und zum anderen die einzigartige Erzählweise.

Mir ist der Protagonist Kvothe sehr ans Herz gewachsen und das liegt vor allem daran, dass man ihn über viele Jahre hinweg kennengelernt hat. Man lernt ihn als noch sehr unerfahrenen Jugendlichen kennen, wie er mit seiner Truppe durch die Lande zieht und im weiteren Verlauf sich sowohl in Tarbean über Wasser halten muss und sich an der Universität in der Nähe der Stadt Imre behaupten muss. Dabei wird er nicht nur reifer, sondern muss sich zusehends auch mit einer Vielzahl an Mitstreitern und Kontrahenten auseinandersetzen, die ihm nicht alle unbedingt positiv gestimmt sind.

Patrick Rothfuss legt dabei besonders viel Wert darauf, die Charakterentwicklung ausführlich und plausibel zu gestalten, wodurch die einzelnen Personen so lebendig und liebenswert erscheinen. Das ist nicht nur bei Kvothe der Fall, obwohl hier ganz klar der Schwerpunkt gesetzt ist, sondern auch bei der Vielzahl an Nebenfiguren. Angefangen bei Wilem und Bast über Abenthy bis hin zu Devi, Auri und Denna. Allesamt sind so liebevoll ausgearbeitet, dass man sie ins Herz schließt und sich nur schwer bis gar nicht von ihnen nach dem Auslesen trennen kann.

Zur hervorragend gestalteten Vielzahl an Charakteren kommt die innovative und sehr stimmige Art der Erzählung hinzu, die diese Reihe noch verstärkend von anderen Werken unterscheidet. Wie der Titel der Reihe “Königsmörder-Chroniken” schon vermuten lässt, ist diese Reihe als eine Art Chronik aufgebaut. Dabei trifft in der aktuellen Zeitlinie ein Chronist auf einen erwachsenen Protagonisten und nimmt sein Lebenswerk auf, um daraus die späteren Chroniken zu erstellen. Dabei wird der Fokus nicht nur auf die Vergangenheit gelegt, sondern man erlebt auch zahlreiche Ereignisse im Hier und Jetzt, wodurch man nicht nur Rückblicke erlebt und einen jungen Kvothe kennenlernt, sondern in der jetzigen Zeit auch einen völlig veränderten Protagonisten und gänzlich andere Umstände kennenlernt. Dadurch wird die Neugier umso mehr entfacht, da man als Leser natürlich wissen möchte, was alles passieren musste, um in der jetzigen Situation zu münden. Ein höchst abwechslungsreicher Ansatz, der einen fantastischen Blick auf die Protagonisten und die anspruchsvolle Welt ermöglicht.

©AnetteHausschild

Somit habe ich euch fünf Gründe geliefert, wieso ihr unbedingt die fantastische Reihe von Patrick Rothfuss aus dem Hause Klett-Cotta Verlag / Hobbitpresse gelesen haben solltet. Fallen euch weitere Gründe ein, die ganz klar für diese Reihe sprechen oder könnt ihr mir bei einigen bzw. allen Punkten zustimmen? Dann kommentiert bei Facebook unter dem dazugehörigen Post.

Vielen Dank an den lieben Philip für seinen tollen Beitrag! Wenn ihr Philip auf seinem Blog, Booktube oder den Social Media Kanälen besuchen möchtet, dann kommt ihr hier weiter:

Blog: Book Walk
Facebook: Book Walk
Youtube: Book Walk
Instagram: Book Walk

Hobbitpresse, Autorenwoche, Blogtour, J.R.R.Tolkien, Fantasy

Alle Beiträge zur Autorenwoche findet ihr hier: Hobbit Presse Autorenwoche

Hobbit Presse Autorenwoche | Schwarzes Bayern trifft Oliver Plaschka

25. August 2018

Hobbit Presse Autorenwoche | Savian_Lesefuchs trifft auf J.R.R. Tolkien

25. August 2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.