William Gibson
Quellcode
Ein Roman über undurchsichtige Bedrohungslagen, der unter die Haut geht.
»Man schlägt das Buch zu, das er geschrieben hat, und die Welt ist eine andere geworden.«
Gert Scobel (3sat, scobel, 12.6.08)
»Der Erfinder des Cyberpunk reist darin erstmals rückwärts in die Zeit - denn nichts ist futuristischer als das Gestern. ...«
Uh-Young Kim (Spiegel-Online, 22.3.2008)
Hollis Henry wird angeheuert, für ein rätselhaftes Magazin zu schreiben. Schnell merkt sie, dass sie nicht auf eine neue Cyber-Kunstform angesetzt wurde, sondern auf einen Frachtcontainer voller Dollarnoten. Doch wofür ist das Geld? Ein Exil-Kubaner, der einen merkwürdigen Geheimcode beherrscht, und ein philosophierender Junkie kreuzen ihre Wege ...
Hollis, eine ehemalige Kultbandsängerin, Tito, der sich von Santería-Göttern leiten lässt, der undurchsichtige Brown und seine Geisel Milgrim, der autistische Technologiefreak Bobby, ein skrupelloser Werbemogul und der mysteriöse »Alte« als Strippenzieher im Hintergrund – jeder verfolgt jeden, jeder überwacht jeden. Doch alle wollen in Wirklichkeit nur eines: einen Frachtcontainer mit hundert Millionen Dollar, der mit unbekanntem Ziel über die Meere schippert. Es ist wie ein Spuk.
Schillernde Figuren und eine spannungsgeladene Handlung verbindet William Gibson in seinem neunten Roman zu einer Innenschau unserer paranoiden, postmodernen Welt. Überall lauern im Quellcode unserer Gesellschaft Gefahren, die nicht mehr lokalisiert werden können. Die eigentlich Mächtigen bleiben virtuell.
Ein Gefühl der Bedrohung liegt über allem. Dem Großmeister der Science-Fiction ist eine faszinierende Diagnose unserer Gegenwart gelungen, indem er die Voraussetzungen für den globalen Terror spürbar macht.
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