>> Leseprobe

Autoreninfos zu:
Boris Strugatzki

Boris Strugatzki

Die Ohnmächtigen


Eine verstörende Parabel über die Ohnmacht der Intellektuellen im postkommunistischen Russland

Der Meteorologe Wadim, der über die magische Fähigkeit verfügt, Massenentscheidungen vorherzusehen, wird von der Politmafia in St. Petersburg erpresst. Er soll im Auftrag eines gewissen »Ajatollah« das Ergebnis der anstehenden Gouverneurswahl in eine bestimmte Richtung »lenken«.

»Nach dem Tod seines Bruders und Co-Autors Arkadi hat sich der Altmeister der russischen Science-Fiction nun der Gegenwart zugewandt. Die erscheint phantastischer, grotesker und auswegloser als die Welt eines Gogol …«
Ulrich Baron (Focus, 09.07.2007)

»... Jedes einzelne Geschehnis wird detailfreudig und mit viel Sinn für Spannung und Atmosphäre geschildert ...«
Gregor Ziolkowski (Deutschlandradio Kultur, 26.04.2007)


Wirre Gerüchte in Sankt Petersburg berichten von einem Penner in der Straßenbahn, der absolut exakt das Verhalten der Fahrgäste vorherzusagen vermag, von einem rätselhaften Alten, der mit einem einzigen Satz Menschen auf einen völlig neuen Lebensweg bringt, von unerklärlichen Todesfällen.

Dahinter steht eine Gruppe von Menschen, deren jeder eine andere außergewöhnliche, übernatürliche Begabung besitzt: Dieser erkennt unfehlbar jede Lüge, jener hat ein absolutes Gedächtnis, andere können die Psyche von Menschen manipulieren, über Insekten gebieten oder sogar mit bloßem Hass töten. Die Geschichte ihres Lehrers, der diese Gaben in ihnen entdeckte, reicht zurück bis zu den Menschenversuchen der Stalinzeit ...

Als die Politmafia versucht, einen von ihnen zu erpressen, und verlangt, dass er mit seiner besonderen Gabe Einfluss auf das Ergebnis der bevorstehenden Wahl nimmt, versuchen sie gemeinsam das Unheil abzuwenden.

Zusammen mit seinem Bruder Arkadi hat Boris Strugatzki die moderne Science Fiction und Phantastik geprägt.

Weitere Stimmen zum Buch

»... Strugatzki hat in bildreicher Sprache einen überbordenden, furiosen Roman erdacht, ein kontrastreiches Pandämonium voller literarischer, politischer und geschichtlicher Anspielungen, Zitate und Bezüge. ... Strugatzki rechnet ab und tut das mit diabolischer Lust, ohne Verbitterung. Nichts hat sich, so scheint es, geändert. So sind zwar die Ideologien verschwunden, nun heißt der neue Gott halt nicht mehr Stalin, in dessen Menschenversuchslagern sowohl die Hochbegabungen der Protagonisten des Buches als auch tschetschenische Rebellenführer ihren Ursprung haben, sondern Bucks, sprich Dollar.«
Bettina Schmidt (Sächsische Zeitung, 12.05.2007)

»... Wenn es in diesem Roman auch nicht leicht fällt, die Fäden des Geschehens sicher zu verfolgen, so entschädigt Strugatzki den Leser mit seiner hohen Erzählkunst. Jedes einzelne Geschehnis wird detailfreudig und mit viel Sinn für Spannung und Atmosphäre geschildert, eine Vielzahl von Zitaten und Anspielungen aus der russischen und der internationalen Literatur lädt den Text gleichsam kulturhistorisch auf.«
Gregor Ziolkowski (Deutschlandradio Kultur, 26.04.2007)




* Preise und Ausstattung freibleibend. Die Preise enthalten die Mehrwertsteuer.
Europreise gelten nur für Deutschland; in Österreich ca 3% höher aufgrund abweichender Mehrwertsteuer. Preise in sFr.: unverbindliche Preisempfehlung

Buchdaten

Aus dem Russischen von Erik Simon (Orig.: Amphora, St. Petersburg 2003), gebunden mit Schutzumschlag, Blättern im Buch

Auflage: 1. Aufl. 2007
Seiten: 340
ISBN: 978-3-608-93774-9
EUR [D]: 22,90*
(Preise inkl. gesetzl. MwSt.)
Mehr Info und bestellen bei
>> Klett-Cotta Fantasy

Ähnliche Titel

für Sie auch interessant?

Boris Strugatzki
Die Suche nach der Vorherbestimmung

William Gibson
Mustererkennung