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Hobbit Presse Autorenwoche | Janetts Meinung trifft auf Christian von Aster

©JessikaH#ädecke

Am heutigen Tag der Hobbit Presse Autorenwoche steht alles im Zeichen von Christian von Aster. Stefan von der Redaktion Janetts Meinung und Das Bücherkarussel hat einen Artikel zu diesem tollen Autor geschrieben. Ihr taucht heute komplett in Christian von Asters Welt ein und erfahrt Dinge, die er vermutlich noch nicht mal selbst von sich wusste. Mehr Details geht nicht!

Der Orkfresser, Christian von Aster, Hobbitpresse, Buch, Foto:©Lebensart

Der Orkfresser, Christian von Aster
Foto:©Lebensart

Christian von Aster

Oder: unter anderem auch Schriftsteller

Es gibt Künstler, deren Muse selbige zu lediglich einer Kunstform inspiriert: der Schriftstellerei. Hier werden immer wieder neue Geschichten erdacht und erfunden und das geschriebene Wort ist das Einzige, das die schöpferische Kraft des Künstlers widerspiegelt.

Christian von Aster ist definitiv kein solcher Künstler.

Die frühe Phase

»Es kann durchaus sein, dass Monsieur irgendwann vor 2006 noch Dinge veröffentlicht hat, die an mir vorbeigingen« – Isa Theobald, Expertin für Christian von Aster

Der 1973 geborene, deutschstämmige Autor studierte Kunst und Germanistik, verband die beiden schon früh und verschmolz das Gelernte mit seiner eigenen Kreativität und mannigfaltigen Interessen.

In den frühen 2000ern begann Christian von Aster sich gleichermaßen einen Namen als Autor von Kurzgeschichten und Novellen zu machen, als auch bei Filmen und Hörspielen Regie zu führen. Highlights aus dieser Phase sind zweifellos seine verschiedenen Teile von »Liber Vampirorum« und die dabei erfolgen Kooperationen mit Boris Koch und Bela B., das für den Kurd Laßwitz Preis nominierte »Armageddon TV«, »Dunkeldinges Düsterschau«, das auch als Hörbuch erschienene Werk »Die Mitternachtsraben« sowie verschiedene Nominierungen für den Deutschen Science Fiction Preis (DSFP) in der Kategorie beste Kurzgeschichte (»Die Flotte«, »Homunculus 2041« aus »Das Goldene Kalb«).

Der Kurzfilm »Der Rosenkavalier« brachte ihm nicht nur den Micromovie Award ein, sondern auch eine Woche in London und ein Praktikum bei der Filmproduktion Working Title. Und wirkliche Kenner haben im Musikvideo 1.2.3. natürlich auch Christian von Aster entdeckt – in Strapsen.

Viele, viele Werke

»Ich hab‘ nicht mal auf dem Schirm, was ich alles geschrieben habe.
Mein Fetisch ist das Machen!« – Christian von Aster

Der kreative Output von Christian von Aster lässt sich nur schwer mit dem anderer Autoren vergleichen. Es gibt im Grund kein Jahr, wo er nicht ungeniert parallel in völlig unterschiedlichen Genres gewildert hat. Als Herausgeber und als Autor. Eine Auflistung aller Kurzgeschichten, die er zwischen den anderen Projekten verfasst und veröffentlich hat, ist völlig undenkbar. Zumal der Verfasser sie selbst nicht mehr alle auf dem Radar hat.

Die Romane erweckten zunehmend mehr Interesse bei der Leserschaft. 2012 war ein Jahr, in dem zwei Premieren stattfanden, die sich gegenseitig ergänzten. Zum ersten Mal wurde zur Leipziger Buchmesse von der »Phantastischen Akademie« der Literaturpreis »Seraph« vergeben, damals noch mit dem Hauptsponsor der Leipziger Stadtwerke. Und gleich der erste Seraph für den besten Roman wurde Christian von Asters Werk »Der letzte Schattenschnitzer« verliehen.

Im gleichen Jahr folgte auch ein SF-Roman in Markus Heitz‘ Justifiers-Universum, mit dem Titel »Robolution«. Unterdessen betrieb er zusammen mit den Kollegen Boris Koch und Markof Hoffmann zwischen 2005 und 2015 in Berlin auch die Lesebühne »Das Stirnhirnhinterzimmer«, die sich in drei Kurzgeschichtenbänden manifestierte und darüber 2012 zur beliebtesten Lesebühne Berlin gewählt wurde.

 

Aktuelles und Ausblick

»Wer je die Ankündigung einer seiner Lesungen sieht, sollte sich einen der originellsten und wortgewaltigsten deutschen Phantasten nicht entgehen lassen.« – Kai Meyer

Doch Christian von Aster ist nicht nur schriftstellerisch äußerst aktiv (Hier empfiehlt sich eine Sichtung des Wikipedia-Artikels, da der Artikel durch eine Auflistung seiner Werke längentechnisch auf ein Vielfaches explodieren würde), er liest unermüdlich und an den möglichsten und unmöglichsten Orten und gewann im Zuge dieser Auftritte sicherlich für seine Bühnenpräsenz und seine sprachliche Vielseitigkeit im Jahr 2006 den Cabinet Preis in der Kategorie Kabarett. Er betreibt sehr aktiv seine Soundcloudpräsenz, wo man unter anderem (aber nicht nur) seinen eigenen Werken in eigenen Worten lauschen kann. Er hat in einer Kunstaktion (»Lies mich!«) die Flaschenpost neu belebt und lange um die richtige Form eines Elfentagebuchs gerungen. Es gab weitere Kollaborationen mit Markus Heitz und Christoph Marzi, zwei der wichtigsten Persönlichkeiten in der deutschen Phantastik. 2018 hat er mit »Märchen Gestalten Leben« ein großes Projekt zum Thema Märchen gestartet, das stetig wächst. Hier wurden bis dato 450 Märchenbücher ersteigert und eine akustische Märchenbibliothek angelegt, um zusammen mit anderen Autoren über die Bedeutung aufzuklären, die Märchen auch heute noch haben.

2018 erschien auch unter anderem der Roman »Der Orkfresser« bei Klett-Cotta, der im Juni desselben Jahres erstmals auf Platz 6 der Phantastik-Bestenliste geführt wurde.

Christian von Aster betreibt gegenwärtig drei Lesebühnen. Zusamen mit Luci van Org beliest er in Berlin das Sonderbarium, in das die beiden regelmäßig Gäste einladen. Die anderen beiden Lesebühnenprojekte finden hingegen in Leipzig statt:»Staun und Schauder – die Lesebühne für gehobene Mittelklassegemüter« mit nicht zwingend aus der Buchbranche stammenden Gästen und »Librisektion – Neues zwischen Wissen, Wort und Wirrnis«, eine themengebundene Bühne mit zwei Moderatoren und einem Fachmann, die sich bis jetzt mit Themen wie Alkohol, Wahnsinn, Kaffee, Suizid, Tod und Geld befasste. Nach mehreren Jahren des Zögerns beschreitet von Aster mit der Unterstützerplattform »Patreon« unlängst einen neuen Weg zur finanziellen Unabhängigkeit: durch regelmäßige Unterstützung seiner Patrone, einer Art moderner Mäzene, erreicht er, während er für seine Patrone exklusive Hörbücher und Prämien erschafft, die finanzielle Freiheit, genau die Kunst zu schaffen, die er schaffen will, ohne dabei auf die Zwänge des Marktes achten zu müssen.

Aktuell ist neben der Entwicklung neuer Streetartmotive sowohl von Asters viertes Kinder- als auch ein Jugendbuch in Arbeit. Außerdem werden »Die Schwestern der begrenzten Barmherzigkeiten« mit den Ortsgruppen Stuttgart und Dresden zeitnah Zuwachs bekommen. »Mit Klötzke vs. Spitz – ein verwegener Briefwechsel fast vergessener Legenden« läuft gemeinsam mit Carsten Steenbergen gerade ein sehr spezielles Lesungsprojekt und darüber hinaus sind für 2018 ein Theaterstück sowie ein Kurzfilm in Planung.

Obwohl gerade erst ein Mammutprojekt zu Boschs Garten der Lüste mit 30 Autoren fertig gestellt wurde, plant er im August ein weiteres literarisch verwegenes Projekt mit mehr als 25 Autoren an, zu dem er im Moment noch lächelnd schweigt.

 

Abseits der nüchternen Fakten

»Ich habe die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und mich selbst gefragt: Welcher Teufel hat mich geritten, einen Artikel über Christian von Aster zu schreiben« – Stefan Cernohuby

Manchmal kommt man als Redakteur zu einem Thema, wie die Jungfrau zum Kind. Das war auch hier der Fall. Denn wenn man von einem bekannten Verlagshaus gefragt wird, ob man zu einem ihrer Autoren oder ihrer Autorinnen einen Artikel schreiben möchte, schmeichelt das natürlich auch dem Ego. Ein schneller Blick auf die Liste, wer in Frage kommt. Oh ja, da ist ja dieser Christian von Aster. Von dem hat man schon vier Romane gelesen, man hat mit ihm gemeinsam an einem Projekt gearbeitet. Klingt also wie die logische Wahl. Etwas Recherche, ein paar Fragen an den verfügbaren Künstler und man sollte den Artikel haben.

Denkt man.

Doch nach etwas Recherche kommt der Moment der Wahrheit.

Das Begreifen.

Der Augenblick, in dem man realisiert, dass man sich auf unbekanntes Terrain begeben hat. Dass das, was bis zu diesem Zeitpunkt von Christian von Aster zu sehen war, oder das, was man selbst von ihm gesehen hat, das literarische Äquivalent zur Spitze eines Eisbergs ist. Eines Eisbergs, auf den man mit einem Artikel mit Volldampf zusteuert und an dem man unweigerlich zerschellen würde, wenn man nicht mehr Zeit investiert.

Man muss vieles tun, wenn man sich mit Christian von Aster beschäftigt. Man muss begeisterungsfähig sein, um die verschiedensten Informationen aus mannigfaltigen Quellen zusammenzutragen. Man muss bereit sein, ungläubig »WAS?« auszurufen, wenn man erfährt, dass Herr von Aster mit einem Rollenspielsoundtrack immerhin auf Platz 44 der deutschen Charts vorgestoßen ist, Cthulhu-Krimidinner veranstaltet, oder Villen am Lago Maggiore für Rollenspiel besetzt hat.

Man muss neugierig sein, um sich zu fragen, was er wohl als nächstes ausbrütet, ob als Solo-Projekt oder als Kooperation. Und man muss in der Lage sein, all dies an andere weiterzugeben und ihnen empfehlen, sich ebenfalls mit diesem Unikum auseinanderzusetzen. Eines ist sicher: Tut man es, wird einem mit Christian von Aster sicher niemals langweilig.

Ob man aber je in der Lage sein wird, alles zu verfolgen, woran er arbeitet? Vermutlich nicht.

 

Gewinnspiel

Nun seid ihr an der Reihe! Ich könnt in diesem Beitrag eines von 3 signierten Exemplaren von »Der Orkfresser« gewinnen.

Teilnahmebedingungen:

  1. Schreibt eine Email an hobbitpresse@klett-cotta.de warum Ihr dieses Buch gerne lesen möchtet
  2. Ihr seit 18 Jahre alt, falls ihr jünger seid, bräuchten wir im Gewinnfall das Einverständnis eurer Eltern.
  3. Ihr kommt aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
  4. Eure Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel verarbeitet. Bedeutet, dass wir die Emailadressen nach der Versendung der Gewinne aus unserem System löschen und diese nur zur Versendung des Gewinns genutzt werden. Zudem werden keine Adressen gespeichert, nur die der Gewinner, bis das Paket eingetroffen ist. Diese werden anschließend auch gelöscht.
  5. Das Gewinnspiel geht bis zum 29. August 2018, 23:59 Uhr.
  6. Viel Erfolg!

©JessikaHädecke

 

Vielen Dank an den lieben Stefan von der Redaktion Janetts Meinung für diesen tollen, lustigen, detailreichen Beitrag! Wir freuen uns sehr, dass du dabei warst. Wenn ihr Stefan besuchen wollt, dann findet ihr ihn hier:

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Alle Beiträge zur Autorenwoche findet ihr hier: Hobbit Presse Autorenwoche

Ein Kommentar zu “Hobbit Presse Autorenwoche | Janetts Meinung trifft auf Christian von Aster

  1. Am 26.8. könnt Ihr ihn im Berliner Nikolaiviertel erleben und am 7. und 8. September im Literaturzelt des XI. Festival-Mediaval. Welch große Freude über die Begegnung mit einem der berühmtesten Koboldschützer Deutschlands.

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